Ochsenkopf als Künstlersignatur


Ochsenkopf Der Künstler signiert nicht mit seinem Doppelnamen, sondern mit einem Ochsenkopf. Auf seine Art von Objekten lässt sich kaum eine Unterschrift im üblichen Sinne als Signierung anbringen, darum graviert er das Zeichen und die entsprechende Jahreszahl ein.
 

Der Ochsenkopf als Zeichen der Papiermacher geht auf die Zunft der Maler zurück. Für sie war der heilige Lukas der Schutzpatron, der seit alters her mit dem Stierkopf als Symbol darstellt wird. Die Papiermacher wollte ebenfalls eine Zunft gründen, dazu ist es aber nicht gekommen, man schloss sich dann der Zunft der Maler an und übernahm daher auch den Schutzpatron. Aus dem Stierkopf wurde ein Ochsenkopf. Alle Papiermacher in Welt kennen den Ochsenkopf als ihre Wappen.

Ochsenkopf Ochsenkopf (Detail aus einer Lukas-Darstellung, für ganze Darstellung auf Bild klicken)
 

Die Kufferath sind seit mehr als 250 Jahre im Bereich der Papiermacherei tätig, der Künstler selbst ist die achte Generation in diesem Beruf. Daher verwendete die Familie den Ochsenkopf, also das Zeichen der Papiermacher, lange Zeit sozusagen als Markenzeichen und Familienwappen zugleich. Die vorletzte Generation hat diese Tradition vergessen, wollte sie auch vergessen, weil sie den Ursprung des Zeichens nicht mehr kannte und wohl nicht für Bauern gehalten werden wollte.
Der Künstler hat das Wappen vor fünfundzwanzig Jahren wieder "ausgegraben" und aus den Beschreibungen der Alten rekonstruiert. Es findet sich nun auf seinen künstlerischen und wissenschaftlichen Arbeiten als seine persönliche Signierung im Sinne der alten Berufs- und zugleich der Familientradition wieder.

Im Spiegel der Medien

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Bericht über Festvortrag an der Hauptversammlung des Zellcheming Verbandes in Wiesbaden 2010, von Dr. Kerstin Graf, Wochenblatt für Papierfabrikation, 7 2010
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