Kunst kommt von nicht anders...

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Kunst kommt von nicht anders können

Am Beispiel des Malers Alexander G. Zakharov: Künstlerisches Schaffen und seine theoretischen Hintergründe als Beitrag zur methodologischen Beschreibung des Begriffes Kunst
Deutsch/Englisch, 59 Seiten, 21 farbige Abb. kart., 29,7 cm x 21 cm,
ISBN-Nr. 3-907048-05-9
Preis: SFR 32,- € 20,-
plus Verpackung und Versand


Inhalt
Da kommt ein Biochemiker aus Kiew, den der Beruf nicht interessiert hat. Zwischen den Laboranalysen beginnt er auf Papierfetzen zu kritzeln, dann mischt er sich aus der Hexenküche des Chemikers verschiedene Farben und überdeckt damit das Gekritzel. Und ungelernt wird er auf diese Weise ein Maler, wendet sich ab von der Chemie und malt. Dieses Buch zeichnet den Weg nach, den ein Bild im Prozess des Malens im Maler durchläuft, der sich ganz von seiner Seele leiten lässt. Sein Verstand übernimmt dabei die Rolle des Werkzeuges wie Pinsel und Farbe und Leinwand, ja Werkzeug nur ist der Verstand, nicht Mittelpunkt, nicht Motor des Schaffens. Die Seele ist die Quelle, der Ort, an dem im inneren freien Zusammenspiel aller geistig-seelischen Kräfte das Kunstwerk Schrittchen für Schrittchen entsteht. Und im Beschreiben dieses Entstehungsvorganges erwächst aus der Feder des Autors wie ungewollt eine Methodologie der Kunst.

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Buchaufbau
Das Buch ist didaktisch sehr übersichtlich und einprägsam aufgebaut. Es besteht aus einem Fachteil in Form einer breiten Buchspalte und einem Stichwortteil in Form einer zweiten, einer schmalen Spalte, in welcher neben jedem Absatz ein die Orientierung sehr erleichterndes Schlüsselwort zu finden ist.

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Keywords
  • • Warum überhaupt malen? (why to paint?)
  • • Ursache für einen Themenwechsel des Künstler (reasons for changing his subjet of painting)
  • • über Bilder und Botschaften (about paintings and messages)
  • • Gefahr der Mode in der Kunst (danger of fashionable trends in art)
  • • über die Schönheit in der Kunst (about beauty in art)
  • • heuchlerisches Kunstgetue (insincere artistic affectation)
  • • Kunst und Öffentlichkeit (art and outside world)
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Textprobe
Für mich unterteile ich die Kunst nicht nach abstrakt und figürlich, wissen Sie, man kann guten Wein aus der Hand trinken, aber auch aus einem wertvollen Glas. Abstrakt kann mich sehr berühren. Doch nicht selten versteckt man hinter der abstrakten Malweise, was man nicht kann, oder auch, was man kann. ‘to pretend’ is the word I mean. Das ist auch eine Modeströmung, wie so vieles Mode ist. Mode beschwört immer die Gefahr herauf, den Punkt, das geistige Zentrum zu verlieren. Und ich habe den Eindruck, für viele Künstler ist abstrakt zu malen, abstrakt im Sinne von Auflösen der Form, einfacher, aber das ist ein Irrtum, es ist ebenso schwer, wie figürlich zu malen. ** Wie ich es mit der Schönheit halte? Fragen sind das! Mit so etwas beschäftige ich mich doch nie! Was hat das mit meiner Malerei zu tun, malen will ich, nicht Haare ihrer Länge nach aufspalten. Das mag ich nicht: ‘out of harmony, out of balance’; Schönheit: das Guernica-Bild ist schön, aber es ist nicht ‘sweet’, verstehen Sie, was ich meine. Das ist wunderschön ausgedrückt. Abstrakte Kunst ist keineswegs gleichbedeutend mit Kunst ohne Schönheit. Äußere Schönheit, das wollen wir so schwer begreifen, ist nicht (mehr) ein Kriterium der Kunst, Kunst muß im traditionell-ästhetischen Sinne nicht (mehr) schön sein, nicht heile Welt darstellen, eine Schönheit, die für viele immer noch in der Romantik kulminiert; es gibt eine innere Schönheit, die nicht vordergründig ist, die sich im Werk verborgen hält, eine vergeistigte Schönheit, die sich im ausbalancierten Zusammenspiel von Form und Inhalt, in der Innovation der Arbeit, in der Intensität von Darstellung und Aussage, in der Ausgewogenheit von Einfachheit und Komplexität und schließlich in der Numinosität des Werkes (Peter Killer, Museumskonservator) ausdrückt. Äußere Schönheit ist nicht verboten, sie ist zwar nicht geschätzt auf dem Markt; ‘das Bild ist zu nett, zu dekorativ’, dies Urteil ist so schlimm wie das moderne Schimpfwort: ‘Du Müslifresser!’

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