Robert Hammerstiel

Robert Hammerstiel Sein Werkzoom
 

Robert Hammerstiel Sein Werk

Herausgeber: Alfred Lüthy, Textautor und Buchgestaltung: Wilhelm Kufferath von Kendenich, mit Kurzbeiträgen von Gerbert Frodl, Peter Killer, Alfred Lüthy

309 Seiten, 163 Abbildungen (in s/w und mehrheitlich in großflächigen mehrfarbigen Bildtafeln der Gemälde), Ganzleinen mit farbigem Cover, 30,7 cm hoch x 25 cm breit x 2,8 cm dick
Sprachen: Deutsch und Englisch
ISBN-Nr. 3-7165-1254-0 Benteli Verlag Bern


Inhalt
Das vorliegende Buch ist so reichhaltig mit Werkbildern der Malers Hammerstiel bestückt, dass es zu einem wahren Nachschlagewerk wird. Es vermittelt einen umfassenden Überblick über das Werk von 1953 bis 2001. „Die Magie macht das Wesen der Malerei aus.“ Das ist Hammerstiels Leitspruch. Aus seinem Credo heraus hat er einen neuen Stil entfaltet, in welchem die Reduktion aller Bildelemente auf das Äußerste vorangetrieben wird. Das Neue, das Einmalige an dieser Malweise ist, dass über das Mittel der Reduktion eine tiefgründige Magie aus dem Bild hervorgeholt wird, die Magie der Einfachheit. Im Wesen dieser Einfachheit zeigt der Maler das Wesen des Menschen, seines Seins und seines Handelns und entwirft damit ein neues, ein hoffnungsvolles, ein mutvolles, ganz in sich tragfähiges Jahrhundert. Und im Zenit des langen Weges dieses bedeutenden Malers steht in Haltung, Wort und Bild der Begriff der Würde des Menschen.

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Buchaufbau
Vorwort, Bildteil I aus dem Anfangswerk 1953 – 1962, Haupttext ‚Eine Begegnung’, Bildteil II Holzschnitte, Zeichnungen, Monotypien, Ölbilder 1965 – 2000, Textbeitrag ‚Aus einem Tagebuch’, Bildteil III aus dem ‚New York Zyklus’ 1988 – 2000 und weitere Ölbilder 2001, Anhang mit Biographie in Wort und Bild, Hinweis zu den Künstler-Signierungen.

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Keywords
  • Robert Hammerstiel
  • Malerei und Holzschnitte
  • Zeichnungen und Monotypien
  • Hammerstiel Biographie
  • Magie aus der Einfachheit
  • In der Nachfolge von Edvard Munch
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Textprobe
Damit kam nun plötzlich die Farbe in seinem Werk zur Bedeutung, im bunten Schmelzpott New York brach sie in ihm durch. Da war wieder seine Heimat: Ungarn, Serben, Russen, Rumänen, Juden, Polen, Deutsche und dann noch viel andere, ein riesiges Chaos, das sich selbst zum Leben ordnet, ein Chaos, das funktioniert, und über allem sich in allen Farben gibt. Farben sind Träger psychischer Botschaften. Das hier in diesem Menschensammelbecken machte ihn fast vergessen, warum er so lange dem Schwarz verhaftet war. Diese Stadt, die eigentlich ein ganzes Land ist, vielfach größer als seine verlassene Banater Heimat, sie ist kosmopolitisch wie seine Banater Heimat. Sie hilft ihm herauszufinden, wie er von nun an zu malen hat: Farben zu großen Flächen auftragen und diese gefärbten Flächen durch deren Geometrie und deren Anordnung im Bild zur Macht der Aussage zu bringen. Jetzt erst beginnt er zu atmen. Jetzt erst beginnt er zu leben. Aus der Ratte, zu der man ihn als Kind gemacht hatte, war wieder ein ganzer Mensch geworden. Die Fesseln der Vergangenheit war gefallen. Das Gegenbild war vollends in ihm ausgereift. Auf diesem Hintergrund entwickelt sich nun das Zweitwerk eines abgeklärten Meisters. Hierin liegt die große Bedeutung seiner New Yorker Bilder, sie sind Ausdruck eines Menschen, der seine Heimat im tiefsten Sinne des Wortes wiedergefunden, weil er dort die Innenbilder seiner Jugend angetroffen hat; die New Yorker Bilder sind Ausdruck der Fähigkeit eines Menschen, aus der Zerstörung in sich etwas aufzubauen und es den zerstörenden Kräften der Welt entgegenzuhalten. Seine Bilder, ganz besonders die New Yorker Bilder, sind der beharrliche Versuch, den verborgenen Geist der Schöpfung, den geistigen Untergrund in seinem Innern zum Äußeren des Lebens zu finden, eine, seine innere Realität zu entdecken, um damit dem Irrationalen Ausdruck zu verleihen.

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